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Freitag, 1. Februar 2008

Schdöggsche...

Na ob das die fachgerechte Entsorgung von Grünschnitt ist... ich weiß ja nicht...

Nun gut, dann wollen wir uns mal an die Beseitigung dieses Unrats machen:

  1. Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.

  2. Schlage Seite 123 auf.

  3. Suche den fünften Satz auf der Seite.

  4. Poste die nächsten drei Sätze.

  5. Wirf an fünf Blogger weiter.


Beim nächsten griffbreiten Buch hatte ich die Wahl zwischen dem neuen 3-Suisse-Katalog, der eigentlich kein Buch ist und auch keine 123 Seiten hat und dem phänomenalen Low-Fat-Kochbuch!

Das Fleisch aus der Sauce nehmen und beiseite stellen. Die Sauce in einen Topf geben.
Das Fleisch in dünne Streifen schneiden, diese wie eine Ziehharmonika zusammenfalten und abwechselnd mit Paprika und Frühlingszwiebeln auf die Holzspieße stecken.


Hmm... Rindfleischspießchen mit Teriyaki-Sauce... ich hab Hunger...

So, nun fünf weitere Blogger. So viele kenn ich doch gar nicht, also schnappen sich einfach die nächsten fünf das Stöckchen, die hier vorbeikommen. Gute Nacht!

Dienstag, 16. Oktober 2007

Die Emo-Hyäne

Tief im Wald wohnt ne Hyäne
Ganz tief drin, gleich hinterm Bach
Sie hat ganz viele spitze Zähne
Und bleibt gern bis zwei Uhr wach.

Auch wenn sie klingt, als würd sie lachen,
Ist ihr doch oft zum weinen
Ein Messer könnte den Schmerz wegmachen
Doch nen Daumen hat sie keinen

Nachts um eins im Radio kommt
Der Domian im WDR
Den hört sie dann und es ist prompt
alles nicht mehr ganz so schwer.

Der Domian weiß immer weiter
Und hilft auch viel mit gutem Rat
Da wird es der Hyäne leichter
Und sie ist froh, dass sie Internet hat.

Ne Anzeige ist schnell geschrieben
Sogar ein Foto hat sie hier
Sie sucht Freunde, gerne sieben
Denn sie ist und bleibt ein Rudeltier

Cpoyright 2007

Dienstag, 28. August 2007

Ritual

Wie jeden Morgen bei Sonnenaufgang wanderte er am Meer entlang. Tief atmete er die frische Seeluft ein, schmeckte das Salz in der Luft und fühlte die ersten Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht.
Wie jeden Morgen ging er den gut zwei Kilometer langen Strand hinab zu seinem Lieblingsplatz, einem flachen Felsen, von dem aus er einen guten Überblick über die ganze Küste hatte. Als Kind hatte er oft stundenlang hier gesessen, den Segelschiffen beim Vorbeifahren zugeschaut, dem Geschrei der Möwen gelauscht und in seiner Phantasie wilde Kämpfe mit schrecklichen Seeungeheuern ausgefochten. Über achtzig Jahre lag das nun zurück. Damals, als es noch keine großen Fischkutter gab, die den Leute aus dem Dorf den Fang wegnahmen. Damals, als man noch bedenkenlos jeden Fisch essen konnte, den man im Meer gefangen hatte. Und dann später, als er älter und kräftiger wurde und an manchen Tagen über hundert Kilo Fisch mit seinem kleinen Boot heim brachte. Als er seine Frau und seinen Sohn mit dem Fischfang gut versorgen konnte und ihnen das kleine Haus oben auf der Klippe baute. Es war eine gute Zeit gewesen.
Seit einigen Jahren fuhr er nicht mehr nachts raus. Er war zu alt, der Fang zu gering, es lohnte sich nicht. Sein Sohn arbeitete auf einem dieser riesigen Fischkutter und sein Enkel saß den ganzen Tag vor seinem Computer. Mit ihm würde eines Tages die lange Tradition der Fischerei vollständig aus der Gegend verschwunden sein.
Er setzte seinen Spaziergang fort und wunderte sich, dass ihn der Enkel vom Nachbarn nicht gegrüßt hatte, der gerade mit seinem Hund an ihm vorbeigelaufen war. Auch der Hund hatte ihn nicht beachtet. Verwirrt schaute er den beiden nach, beschloss dann aber nichts zu sagen.
Er erreichte seinen Felsen, setzte sich und sog den Duft des Meeres in sich auf.
In diesem Moment fand ein junger Systeminformatiker in einer gut zwei Kilometer entfernten Fischerhütte seinen Großvater in seinem Bett liegend. Die Obduktion ergab später, dass er gegen zwei Uhr nachts verstorben sein musste.