Dienstag, 29. Januar 2008

Remarque für Nerds

Im Testen nichts Neues...

Brüller!

Mittwoch, 23. Januar 2008

Männer...

Ich habe mir einen neuen Rasierer zugelegt. Zu diesem Zwecke habe ich mich ausführlich durch diverse Testberichte und Kundenbewertungen gelesen. Die Erfahrungen anderer mit einem bestimmten Produkt sind zumeist doch ein verlässlicher Indikator, ob es sich lohnt, das Produkt auch zu kaufen.
Ich verglich im Internet die verschiedenen Angebote, entschied mich dann aber, da ich noch im Besitz eines Einkaufsgutscheins war, das Gerät bei einem bekannten Elektromarkt zu kaufen, der seit neuestem mit einer nackten Computerfrau wirbt, die teuer nicht leiden kann.
Im Geschäft angekommen ging ich zielstrebig zum Ausstellungsregal der Herrenrasierer und verschaffte mir einen Überblick über die Angebotspalette. Leider konnte ich den von mir auserkorenen nicht finden.
Während ich also dort vor dem Regal auf dem Boden kniete und die verpackten Rasierer durchstöberte, sprach mich ein junger Mann mit blauem Kittel, einer Wirbelsäulenskoliose und einer leichte Fehlstellung der Augen an.
"Kann ich Ihnen vielleicht helfen?"
Mit knappen Worten trug ich ihm mein Begehr vor. Den Produktnamen vor sich hinmurmelnd, legte er sinnierend den Zeigefinger der rechten Hand an seine Unterlippe und verschwand Richtung seines Computers. Ich folgte ihm.
"Hrrrmmm... Jaaaaaa... den hatte ich da für 179 Euro und 95 Cent. Ist aber leider ausverkauft. ABER! Ich kann ihnen einen anderen anbieten. Den (Achtung, es folgen Verkaufsargument Nr. 1 und 2) TESTSIEGER und den MEISTGEKAUFTESTEN!"
Gespannt ließ ich mich von ihm entlang der Reihe der Rasierer zu einem Verkaufstisch führen, wo der MEISTGEKAUFTESTE TESTSIEGER zum unglaublichen Schnäppchenpreis von nur 189 Euro 95 Cent.
Mit blumigen Worten hob er das Gerät aus seiner Halterung und pries die zahllosen Vorzüge dieses Wunderwerks der Männerhygiene. Ein auf Luftkissen gelagerter Rasierkopf und eine Rasierrestzeitanzeige im FARBDISPLAY! Außerdem lässt sich die SENSITIVITÄT von sensitiv auf normal verstellen. Sensitiv rasiert ÜBER der Haut, normal rasiert UNTER der Haut.
Genau zu diesem Zeitpunkt schaltete mein Gehirn ab.
Ich ließ ihn noch gute zwei Minuten weiterreden, entschied mich dann aber für das Vorgängermodell meines zunächst auserwählten.
Sichtlich enttäuscht überreichte er mir den Karton und entließ mich zur Kasse.
Nun habe ich aber doch zwei Dinge zwei Dinge, die mich schwer wundern:

1. Sehe ich so aus, als würde mich blinkende Displays und Luftkissen davon überzeugen, 60 Euro mehr als geplant auszugeben?

und

2. Warum kostet der Rasierer in besagtem Elektromarkt 179,95 Euro während ich ihn bei einem bekannten Internetversandhaus für 129,95 Euro gesehen habe? Wie kalkulieren die denn bitte ihre Preise, wo sie doch was gegen teuer haben?

Freitag, 18. Januar 2008

Oh Heimtücke, dein Name ist Weib!

Frohgemut machte ich mich soeben auf den Weg zum Kaffeeautomat, um mich mit Kaffee zu versorgen. Als ich um die Ecke bog, sah ich, dass gerade die Kaffeefrau am Automaten zugange war, vermutlich um ihn aufzufüllen und das Wechselgeld auszuleeren. Ich wollte schon wieder zurück an meinen Platz gehen und später noch mal wieder kommen, da drückte sie die Tür des Automaten zu und drehte den Schlüssel rum.
Wunderbar, es gibt doch Kaffee. Ich lief zum Automaten, warf mein Geld ein, wählte meinen Lieblingskaffee (Extrastark mit alles) und wartete.
Die Wartezeit überbrückte ich damit, den Blick durch die Pausenzone schweifen zulassen. Die Kaffeefrau saß an einem Tisch und telefonierte mit ihrem Handy, die kleine blonde Putzfrau wischte die übrigen Tische ab.
Ein Blubbern und Zischen kündete vom Abschluss des Brühvorgangs. Ich schaute zum Ausgabeschacht und stellte zu meiner Verwunderung fest, dass dort kein Becher hing. In diesem Moment schoss auch schon mit Druck ein heißer Strahl klaren Wassers aus der Düse, traf auf das Abtropfgitter und spritzte auf den Boden vor dem Automaten und auf meine HOSE!!
Plötzlich sprang die Kaffeefrau auf und rief: „Halt!! Ich bin doch noch gar nicht fertig!“
„Äh, dann sollten Sie vielleicht nicht von dem Automaten weggehen, ihn abschließen und dann telefonieren?“
„Ey, meine Freundin hat grad voll Stress mit ihrem Typ!“
„Ach so... na dann warte ich mal, bis das geklärt ist...“

Das hat die doch absichtlich gemacht!! Die hat genau gesehen, dass ich Geld in den Automaten geschmissen habe... Blöde Kuh!!

Donnerstag, 17. Januar 2008

Alles Essig... und Öl...

Einer meiner Lieblings-Lebensmittelläden ist neben der Feinkostabteilung vom Kaufhof und dem Basic dieser hier: Oil & Vinegar. Öl und Essig soviel das Herz begehrt, in den vielfältigsten Geschmäckern. Erst neulich habe ich festgestellt, wie wunderbar das Olivenöl mit Rosmarin und Knoblauch jeden Hüttenkäse in einen köstlichen Dip für Tomaten und Gurke verwandeln kann. Man darf jetzt allerdings nicht in Versuchung kommen, dieses Öl mit anderen aromatisierten Ölen zu vergleichen. Das wäre, als versuche man, Champagner mit Einsfuffzichsekt zu vergleichen.
Da unser Küchenschrank jedoch leider vor zig Öl- und Essigsorten überquillt, muss ich mich leider zusammenreißen... Aber ich komme wieder!

Dienstag, 15. Januar 2008

Perlen vor die Säue....

"Gerade auch unsere jungen Kunden legen wieder besonderen Wert auf gepflegte Umgangsformen und einen angenehmen, höflich-freundlichen Briefstil." Dieser Satz fiel gestern in einem Seminar zum Thema moderne und zeitgemäße Korrespondenz, das ich gestern und heute besucht habe.
Prinzipiell ist das richtig. Wenn ich mit einem Unternehmen zu tun habe, erwarte ich eine vernünftige Rechtschreibung, einen freundlichen Tonfall und klare Aussagen, so dass ich dem Brief sofort entnehmen kann, was der Verein von mir will. Nur so fühlt man sich als Kunde gut aufgehoben und ernst genommen. Ich will kein seitenlanges Geschwafel und ich will keine herablassenden Formulierungen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass ich nicht der einzige meines Alters bin, dem so etwas wichtig ist.

Als ich heute morgen mit der Straßenbahn zur Arbeit fuhr und dem Gespräch mehrerer junger Männer etwa in meinem Alter folgen durfte, fiel mir eben dieser Satz wieder ein. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es um das vergangene Wochenende. Man war scheinbar auf einer Party in einer recht großen Halle, ich tippe mal auf das "E-Werk" oder "die Halle", und nun war man fassungslos ob der Menge der Besucherzahlen dieser Party. Es waren wohl so um die 1000 Leute da. Dies war anscheinend eine derart astronomisch hohe Zahl für einen der Jungs, dass er es nicht glauben wollte. Es erschien völlig absurd, dass so viele Leute überhaupt in einen einzigen Raum passen können. Nachdem seine Kollegen ihn einigermaßen überzeugt hatten, dass es wirklich so große Gebäude und auch so große Räume geben kann, wollte er es genau wissen: "Ey, was ist der größte Halle der Welt in Köln?" Worauf hin einer seiner Kumpels ebenso wortgewandt und schlau antwortet: "Schweiß nisch. Vielleischt Stadion?"

Und wenn ich jetzt daran denke, dass meine wunderschönen Briefe, erstellt mit größter Mühe und Sorgfalt, nach den neuesten Regel der zwischenmenschlichen Kommunikation, solchen Vögeln in die Hände fallen, für die Atmen schon einen geistigen Kraftakt bedeutet, bin ich zutiefst deprimiert...

Montag, 14. Januar 2008

Musiker...

- Ey, ich find’s voll unfair, dass du 30 Tage Urlaub hast und ich nur 26!
- Dafür verdienst du aber auch 500 Euro mehr im Monat als ich.
- Das ist ja wohl was völlig anderes!!

I proudly present



Homemade Feigensenf!